Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst
Der Maler, Graphiker und Illustrator Zdenìk Sklenáø wurde am 5. April 1910 in
Leština bei Zábøeh geboren. Von 1929 bis 1935 studierte er an der
Kunstgewerbehochschule in Prag.
In seinen frühen Bildern von Anfang der 40er Jahre,
in denen er eine phantastische Welt von traumhaften Trugbildern aufleben lässt,
entwickelte er sich hin zum Surrealismus und einem der führenden tschechischen Vertreter
dieser Kunstrichtung. Bekannt wurde auch Ende der 40er Jahre eine Reihe von Gemälden, in
denen er sich vom Stile des Hofmalers Rudolf II., Arcimboldo inspirieren ließ. In diesen Bildern
ließ er eine erschreckenden Horrorwelt entstehen aus miteinander verflochtenen Körpern,
Fischen, Schlangen, Monstern, aber auch Umrissen von Landschaften, Bäumen und Schmetterlingen.
Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in China im Jahr 1955 entdeckte er die Geheimnisse orientalischer Kalligraphie,
die in den nun folgenden Bildern, Graphiken und Buchillustrationen wiederzufinden ist.
Geprägt sind diese Werke von abstrakten, flächigen, kompliziert verschachtelten linearen Strukturen.
Auch seine insgesamt 4 Briefmarkenentwürfe aus den Jahren von 1967 bis 1976
fallen in diese Phase seines künstlerischen Schaffens und weisen überdeutlich
diese kalligraphischen Muster auf. Zwei Beispiele - oben eine Ausgabe zum Tag der
tschechoslowakischen Briefmarke von 1974 und links eine Ausgabe von 1967 zum
Prager Musikfrühling - sollen dies verdeutlichen. Zdenìk Sklenáø starb am
19. April 1986 in Prag.