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Toaleta * Popelvár
Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst
¼udovít Fulla zählt zu der sogenannten Gründergeneration der slowakischen Moderne, die um Ende
der 20er-/Anfang der 30er Jahre vor allem durch ihre Malerei auffielen. Zu ihnen gehörten u.a. auch
Martin Benka, Koloman Sokol und
Mikuláš Galanda.
¼udovít Fulla wurde am 27. Februar 1902 in Ružomberok geboren und studierte zunächst in der
Privatschule von Gustáv Mallý in Bratislava und dann bei den Professoren Hoffbauer und Kysela in Prag.
Danach bereiste er zu Studienzwecken Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien, wo er viele Anregungen
für seine späteren Werke aufnahm. Zunächst beeinflusst von Marc Chagall und dem Expressionismus,
wandte er sich später der heimischen Volkskunst zu.
Dies war sicher einer der wesentlichen Gründe, warum ein Werk in vielerlei Hinsicht eine Synthese der
modernen europäischen Malerei und slowakischer Volkskunst darstellt. Auf diese Weise schuf
er sich einen unverwechselbaren persönlichen Stil, der großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen
slowakischen Malerei hatte. Als einer der ersten slowakischen Künstler nahm er das Bild als eine eigenständige
Kunstform mit speziellen Strukturen und Eigenschaften ernst.
Die Post der Tschechoslowakei und der heutigen Slowakei veröffentlichten bisher insgesamt 10 seiner Werke auf Briefmarken.
Als bisher letzte Ausgabe erschien im Dezember 1998 ein Bild mit dem Titel "Rybáøi", das Fischer bei
der Arbeit zeigt (siehe rechts). Davor erschienen von ihm
1966 das Ölgemälde "Regrút" (Rekrut)
1972 die Graphik "Toaleta" (Toilette)
1973 das Ölgemälde "Sen na salaši" (Traum auf der Alm)
Bereits 1968 erschien einer der für mich schönsten Briefmarkensätze mit insgesamt 6 Illustrationen
slowakischer Volksmärchen von Fulla. Die sechs Motive der Serie stellen die
Märchen "Die stolze Herrin", "Der weltbeherrschende Ritter", "Bring Glück, Bänklein", "Das verwunschene Schloss"
und "Der Wunderjäger" dar. Nähere Informationen zu dieser Serie sind auf der Seite mit
dem sechsten Motiv "Popelvár" (Der Aschenbube) nachzulesen.
¼udovít Fulla starb am 21. April 1980 in Bratislava.