KAREL ÈAPEK (Karel Èapek, tschechischer Schriftsteller, 1890-1938)
Briefmarkenausgabe der Tschechoslowakei MiNr. 1833 Ausgabetag: 18. November 1968
gestochen von Jindra Schmidt
kombinierter Raster- und Stahlstichtiefdruck
Originalbild: Karikatur aus dem Jahr 1929,
ausgestellt u.a. im Hotel Hoffmeister in Prag
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geboren am 15. August 1902 in Prag
gestorben am 24. Juli 1973 in Øíèky
Adolf Hoffmeister porträtierte in den 20er Jahren eine Vielzahl
Persönlichkeiten des tschechoslowakischen Kulturlebens, wenn er sie
persönlich kennenlernte. Erstmals wurden diese Karikaturen im Jahr 1927 in Prag und dann 1928
auch in Paris ausgestellt. Eine Reihe dieser karikierenden Porträts
erschien auch auf Briefmarken, als letztes eine Ausgabe der Tschechischen Republik
aus dem Jahr 1995 mit den Hauptprotagonisten des sog. "Befreiten Theaters".
Alle Ausgaben verdeutlichen, wie es Hoffmeister gelingt, mit ganz wenigen
Strichen die typischen Kennzeichen der porträtierten Persönlichkeit
herauszuarbeiten. In einem Katalog zu einer Ausstellung seiner Karikaturen in New York werden
diese folgendermaßen charakterisiert:
"Hoffmeister does not ridicule his subjects; he does not seek to judge them or make them appear
scandalous. He merely observes, from a sometimes ironic - but always humerous - bird's-eye view,
in order to expose their true physical and spiritual selves. Plucking important personalities off their pedestals
of fame, he rids them of the loftiness of 'esteemed genius', depicting them in ordinary comic situations,
rendering them human. He disperses the clouds of emotion in which these figures are cloaked,
presenting their most intimate likeness, one usually invisible to the public."
(Hoffmeister macht seine Subjekte nicht lächerlich; er versucht nicht, sie zu beurteilen oder sie als
skandalös erscheinen zu lassen. Er beobachtet nur, aus einer manchmal ironischen - aber meist
humorvollen - Vogelperspektive, um ihr tatsächliches körperliches und geistiges Selbst herauszustellen.
Indem er Persönlichkeiten von ihrem Ruhmessockel zieht, befreit er sie von der Luftigkeit des Genies,
bildet sie in gewöhnlichen Comic-Situationen ab und macht sie menschlich. Er vertreibt die Wolken
der Gefühle, die diese Figuren umgibt und und präsentiert ihr intimstes Abbild, das für die Öffentlichkeit
gewöhnlich nicht sichtbar ist.)
MiNr. der Briefmarken von Adolf Hoffmeister:
1832-1938, 1878-1883, CZ67-69, 87, Bl.2 |